| Die fünfte Jahreszeit |
| Fastnacht-Rezepte (Verschiedenes) |
| Von der Martinsgans bis zum Aschermittwochs-Hering: 77 x leckeres Koch- und Backvergnügen für Narren - denn der Spaß an der Fastnacht macht Appetit |
| Sauerkraut - eine typisch deutsche Erfindung? |
| An der Legende
vom "edlen Sauerkraut" als typisch deutschem Essen hat schon der Dichter Ludwig
Uhland mitgestrickt. Wilhelm Buschs Witwe Bolte mochte es am liebsten aufgewärmt. Und in
den Köpfen anderer Nationen geistert das Klischee von den "German Krauts". Doch
bereits vor 2000 Jahren konservierten die Römer ihren ganzen Kohl in hölzernen oder
irdenen Töpfen in Salzlake. Die Chinesen, die Orientalen und sogar die Menschen der
Prähistorie haben das Säuern als einfache Methode des Haltbarmachens ebenfalls gekannt. In Deutschland nahmen sich im ausgehenden Mittelalter als erstes die Mönche der Sauerkrautherstellung an. Das Sauerkraut aus Weißkohl gewonnen wird weiß inzwischen jeder. Um den Kohl für die Fastenzeit haltbar zu machen, stampften sie die gehobelten Kohlköpfe mit Salz in großen Holzfässern ein, und das Ergebnis war - gesäuerter Kohl! Ein natürlicher Umwandlungsprozeß findet statt: durch Pressung und Kochsalz tritt aus den Kohlschnitzen der Zellsaft aus. Er verdrängt die Luft aus den Gärbehälter und bildet den Nährboden für Milchsäurebakterien, die unter Freisetzung von Kohlensäure den Fruchtzucker im Weißkraut in Milchsäure umwandeln. Bis die Milchsäure ihre konservierende Wirkung entfalten kann, die gleichzeitig eine alkoholische Gärung verhindert, schützt das Salz den Kohl vor frühem Verderb. Schädliche Keime überleben diesen biologischen Prozeß nicht. Im Prinzip läuft dieser Gärprozeß heute noch genauso ab - allerdings mit Hilfe perfekter, moderner Technik. Je nach gewünschtem Säuregrad dauert der Gärprozeß 6 Tage bis drei Wochen. Normalerweise gelangen keine weiteren Zutaten ins Endprodukt, doch es gibt verschiedentlich Varianten mit Wein (1 Liter auf 50 Kilo Kraut) oder Rezepturen mit Kräutern und Gewürzen wie Dill, Kümmel, Apfel, Möhren oder Wachholderbeeren. Wer Sauerkraut selber einlegen möchte, kann sich an folgendem Rezept versuchen: Zutaten: Zubereitung: |
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| Sauerkraut-Kuchen |
| Zutaten: 1 Packung TK-Blätterteig, 200 g geräucherter, durchwachsener Speck, 1 große Gemüsezwiebel, 1 TL Kümmel, 350 g Sauerkraut (425 ml-Dose), 200 g Sauerrahm, 2 Eier, 100 geriebener Hartkäse Zubereitung: |
| Kuchen "Himmel und Erde" |
| Zutaten: 600 g Kartoffeln, 2 Eigelb, 40 g Kartoffelstärke, Salz, Muskat, Butter, 500 g geräucherte Blutwurst, 200 g Apfelstücke, Speckwürfel, fein geschnittener Lauch (ersatzweise Zwiebel), 150 g Apfelmus, Weckmehl und Butter Zubereitung: |
| Deutschlands ältestes Kartoffelrezept: "Erdepffel gut und wohlgeschmack" (von 1587) |
| Kartoffeln als
deftig-appetitliche Beilage - das wünschen sich vor allem Männer öfter mal. Dieses
Rezept hat noch einen anderen Reiz: Es ist das erste und älteste bekannte Kartoffelrezept
in Deutschland überhaupt! Über 400 Jahre ist es alt. 1587 machte es Marcus Rumpolt,
Mundkoch des Kurfürsten von Mainz, in einem Kochbuch publik. "Erdepffel gut und
wohlgeschmack" versprach damals Rumpolt seinem Fürsten und dem ganzen Hof. Dies
Versprechen hält das Rezept (leicht modernisiert) heute noch. Es passt als
wohlschmeckende Beilage zu jedem schönen Stück Fleisch. Zutaten: Zubereitung: |
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| Narrenbälle * |
| Zutaten: 20 mehlige Kartoffeln, 4 Eier, Salz, geriebene Muskatnuss, frische Petersilie, einige Löffel Mehl Zubereitung: |
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| Kümmelkartoffeln für knurrende Fastnachtsmägen * |
| Zutaten: 16 große Kartoffeln, Olivenöl, Salz, Kümmel, getrockneter Majoran, Thymian, Basilikum Zubereitung: |
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| Kartoffelgemüse (altes Rezept) |
| Zutaten: 1 kg frisch gekochte Kartoffeln, 125 g Dörrfleisch, 2 Zwiebeln, 250 ml Fleischbrühe, 1 EL Mehl, 2 EL Essig, 1 TL Zucker, 1/2 Tasse saure Sahne, 1 Gewürzgurke Zubereitung: |
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| Kümmel-Andres Weck |
| Zutaten: 4 Wasserweck (alternativ Kümmelweck), Salatcreme, 4 Salatblätter, 4 kalte Frikadellen, Weißkrautsalat (Fertigprodukt), Tomatenscheiben, Kümmel Zubereitung: |
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| Bierkräbbel |
| Zutaten: 75 g Zucker, 1 Ei, 0,2 l helles Bier, 1/2 Päckchen Backpulver, 200 g Mehl Zubereitung: |
| Rosenmontags-Brötchen * |
| Zutaten: 12 halbe Brötchen, 200 g Kochschinken, 100 g Frischkäse, 1 Packung Tiefkühlkräuter, 2 Eigelb, 1 Prise Salz, 100 g Butter, 250 g Gouda, 1 Zwiebel Zubereitung: |
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| Christas scharfe Hexenpuffer * |
| Zutaten: 8 tiefgefrorene Kartoffelpuffer, Tomaten, Schafskäse, Créme fraiche, scharfe Peperoni, Salz, Pfeffer, Basilikum, scharfes Paprikapulver Zubereitung: |
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