Bahnhofstür mit KVD'lern

Achtung: Das KVD-Prinzenpaar 2018 steht (fast) schon hinter der Tür

Und täglich… na ja… jährlich grüßt das Murmeltier: Auch 2018 guckt der KVD Prinz und Prinzessin für die drei tollen Tage aus. Das passende Gewinnspiel dazu gibt’s auch wieder: Die „Tollitäten-Börse“. Die Teilnehmer wollen absahnen und wild spekulieren über die spannendste Frage der Dieburger Fastnacht: Wer wird Prinzenpaar 2018?

Die Antwort kennt wie immer nur das Prinzenkomitee des KVD. Dem achtköpfigen Vereinsgremium, das Prinz und Prinzessin im Geheimen ausheckt, steht in dieser Saison erstmals Günter Hüttig vor. Der wurde im Juni letzten Jahres nicht nur zum Nachfolger von KVD-Präsident Friedel Enders gewählt, sondern ist obendrein selbst noch amtierender Prinz 2017.

Viele Karnevalvereine stellen ihre Tollitäten meist schon zu Beginn der fünften Jahreszeit öffentlich vor und bescheren ihnen dadurch eine lange Amtszeit. Mancherorts finden Bewerbungsverfahren statt, in denen Elferräte über die Vergabe entscheiden. Oder es finden Wahlen statt. Mitunter wird das Amt sogar für ein ordentlich Kohle versteigert.

Oberstes Gebot: Geheimhaltung

Dieburger Prinzenpaare hingegen werden nach mehreren Zusammenkünften des Komitees im Hinterzimmer bestimmt. Die Namen werden bis Fastnachtsonntag streng geheim gehalten. Da ist der KVD gnadenlos. Schon immer. Und genau das ist der Reiz an der Sache.

Prinz und Prinzin müssen Dieburger sein. Er verheiratet, sie ledig. Die Tradition verlangt es so. Mehr Regeln gibt es nicht. Sich fastnachtlich irgendwie hervorgetan zu haben, ist sicher kein Nachteil.

Von ihrem Glück erfahren die Ausgedeuteten erst, wenn ein Komiteemitglied wenige Wochen vor Fastnacht auf sie zukommt. Unabhängig voneinander werden Prinz und Prinzessin gefragt, ob sie das Amt annehmen. Ein „Nein“, so heißt es, soll es so gut wie nie gegeben haben.

Zeitpunkt X, Gerüchte, schlaflose Nächte

Erst wenn beide zugestimmt haben, wird das Prinzenpaar am Zeitpunkt X an einem geheimen Ort zusammengeführt und lernt sich kennen. Etliche Gerüchte kursieren allein zu dieser Aktion. Doch gilt, was für den Rest des Prozederes gilt: Nix genaues weiß man nicht.

Auf jeden Fall ist die Aktion rund um die beiden geheimen Personen eine äußerst spannende Angelegenheit mit Kultstatus, die für die Betroffenen die eine oder andere schlaflose Nacht mit sich bringen dürfte.

Unendliche Spannung beim „Prinz abholen“

Öffentlich gelüftet wird das Geheimnis erst am Fastnachtsonntag beim Empfang der neuen Tollitäten am Bahnhof. Mit Mann und Maus pilgert die Narrenschar Jahr für Jahr zum Schauplatz des Geschehens, um das traditionelle Spektakel keinesfalls zu versäumen. Prinzengarde, Elferrat, Offizielle und Musikkapellen marschieren nach und nach auf. Es werden Fastnachtslieder gespielt, Sprücheklopfer unterhalten die ungeduldig wartende Menge und steigern die Spannung ins Unendliche. Dann, Punkt 14.11 Uhr, Trommelwirbel, die von zwei Komitee-Aufpassern flankierte Bahnhofstür wird geöffnet, das neue Prinzenpaar schreitet hindurch und gibt sich endlich zu erkennen. Tusch, frenetischer Jubel, jede Menge Äla-Rufe. Danach Marschmusik, Ehrenrunde vor der Prinzengarde mit Glückwünschen, Umarmungen und Küsschen massenweise.

Wer sind die 69.?

Bis es soweit ist, fragt man sich: Wer wird neues Prinzenpaar? Wer wird Nachfolger von „Günter II., Grand Seniör de Kebb de Wää – vun de Äla-Technikää“ (Günter Hüttig) und „Kaja I., Domdöse de la Gard‘ de Danse – Comtess‘ der boamlos Kett’ler-Stroaß“ (Kaja Euler)? Wer wird Dieburgs 69. Prinzenpaar? Das bleibt vorerst offen.

Kleine Recheneinlage am Rande

Wenn für den KVD alles glatt läuft, der demografische Wandel keinen Strich durch die Rechnung macht und dem Verein nicht die Prinzessinnen ausgehen, dürfen die Dieburger im Jahr 2049 ihr sage und schreibe 100. Prinzenpaar proklamieren. Ich hab’s eben mal nachgerechnet. Und zwar am Fastnachtsonntag, 28.2.2049. Also von heute an noch 11.366 mal schlafen und dann ist’s Jubiläums-Prinzenpaar da. Bis zum 111. Prinzenpaar am 29.2.2060 rechnest du einfach noch paar Tage drauf: Lang lebe die Fastnacht! 🙂

Spekulieren, gewinnen und Wünsche erfüllen

Aber kommen wir wieder in das laufende Jahr zurück. Schon bald darf hier öffentlich über die Namen spekuliert werden, was das Zeug hält. Denn am Sonntag, 28.1.2018, geht die „Tollitäten-Börse“ in eine neue Runde. Bis 10. Februar können dort Fastnachtsverrückte Tipps abgeben, die Gerüchteküche anheizen und Tag für Tag in den Einträgen schnüffeln, während das Komitee und die beiden Betroffenen weiter um Geheimhaltung bemüht sind.

Mit dem richtigen Gespür gibt es wieder ordentlich was zu gewinnen: In dieser Saison „Dieburger Wert“-Gutscheine über 120 Euro, auch 2018 gesponsert von der „Officepoint-Company Marketing“ (Groß-Umstadt) mit Inhaber Stephan Grimm. Mit den Einkaufsgutscheinen kann der Gewinner sich Wünsche in vielen Ladengeschäften, Restaurants oder bei Dienstleistern erfüllen. Mehr dazu bei Börsenstart. Nicht übel, oder?

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