Stefan Mann

„Der Schoppenfetzer und der Narrenwein“ – Buchvorstellung (13)

Ab Mai 2017 rezensieren Leser jeweils zum 11. eines Monats einen fastnachtlichen Krimi auf dieser Website. Heute Stefan Mann (Foto) und „Der Schoppenfetzer und der Narrenwein“.

Der Schoppenfetzer und der Narrenwein
Autor Günter Huth
Buchverlag Peter Hellmund
Erscheinungsjahr 2016
187 Seiten
ISBN 978-3939103912
Erhältlich in der Stadtbibliothek Dieburg: Krimi-Regal, ZK/66 106 Huth

Inhalt

„… Mit letzter Kraft bäumte sich Elvira Stark auf und ließ ihre verschränkten Fäuste unter Einsatz ihres Körpergewichts wie einen Hammer auf das Brustbein des Verletzten heruntersausen. Ermattet sank sie vornüber und ihr Kopf sank auf den Brustkorb Bürgermeister Farmers herab. Plötzlich durchfuhr sie es wie ein Blitzschlag! Es war eindeutig, der Brustkorb des Bürgermeisters hob und senkte sich leicht. …“

Was hat der brutale Überfall auf Bürgermeister Andy Farmer im Rathaus mit der Fernsehsendung „Die närrische Weinprobe“ und der Wahl des Narrenweins zu tun? Der Leiter der Mordkommission, Sebastian Krämer, hält Elvira Stark für die Täterin und versucht alles, um der Freundin seines verhassten Vorgängers, Erich Rottmann, die Schuld nachzuweisen. Eine Anschlagsdrohung auf die beliebte Fernsehsendung ruft das Landeskriminalamt auf den Plan. Der Leiter dieses Teams sieht Erich Rottmann als einzige Lösung dieser gefährlichen Situation. Kann Erich Rottmann Elvira Stark und die Närrische Weinprobe retten?

(Quelle: www.schoppenfetzer-krimi.de)

Über den Autor

Günter Huth wurde 1949 in Würzburg geboren und lebt seitdem in seiner Geburtsstadt. Er kann sich nicht vorstellen, in einer anderen Stadt zu leben. Von Beruf ist er Rechtspfleger (Fachjurist) und Geschäftsleiter einer unterfränkischen Justizbehörde. In dieser Eigenschaft kommt er häufig mit den Abgründen menschlicher Existenz in Berührung. Eine unerschöpfliche Quelle für weitere Krimi-Ideen.

Günter Huth ist verheiratet und hat drei Kinder. Seit 1975 schreibt er in erster Linie Kinder- und Jugendbücher sowie Sachbücher aus dem Hunde- und Jagdbereich (rund 45 Stück). Außerdem veröffentlichte er zahlreiche Kurzerzählungen. In den letzten Jahren hat sich Günter Huth vermehrt dem Genre Krimi zugewandt und in diesem Zusammenhang bereits einige Kriminalerzählungen veröffentlicht. 2003 kam ihm die Idee für einen Würzburger Regionalkrimi.
Der Autor ist Mitglied der Kriminalschriftstellervereinigung „Das Syndikat“. Wenn man Glück habt, trifft man ihn an irgendeinem möglichen Tatort irgendwo in Würzburg.

(Quelle: www.schoppenfetzer-krimi.de)

Buch gelesen und bewertet von Stefan Mann

„Mein Name ist Stefan Mann, ich bin 29 Jahre alt. Ich arbeite in einem Darmstädter Buchhandel / Re-Commerce Unternehmen, sowie als Musiker hier und dort und studiere nebenbei Philosophie und Soziologie.

Mein Bezug zur Fastnacht ist mir sozusagen in die Wiege gelegt. Sie hält mich seit meinen Kindheitstagen fest in ihren Händen und wird mich garantiert zu Lebzeiten auch nicht mehr loslassen. Sie ist etwas Besonderes und ich bin wirklich stolz auf unsere närrische Tradition. Als gebürtiger Dibboijer, Kinderprinz 2001, (noch) Vorsitzender der Fastnachtsgruppe „Schessmelle“ und Sänger auf den Fastnachtssitzungen (u.a. mit dem Ä-Team) ist die Fastnacht für mich ein bisschen wie Urlaub. Nur eben in der Heimat und umgeben von Gleichgesinnten, die von der 5. Jahreszeit genauso wenig zu viel haben können wie ich. Kurz und knapp: Die Fastnacht ist eben einfach unvergleichlich und unersetzbar.

Ich mache bei der Buchaktion mit, weil ich sehr gerne lese und es etwas Magisches hat. Es ist viel mehr als das Starren auf bedrucktes Papier. Eher ist es wie ein Tagtraum, bei dem die Gedanken eines Fremden vor das eigene, innere Auge projiziert werden, wie das Eintauchen in das Leben eines anderen bzw. sogar vieler anderer. Vielen Dank, Berti, für deine sagenhafte Homepage und die Möglichkeit, einen närrischen Kriminalroman vorstellen zu dürfen“.

Wie findet Stefan diesen „Schoppenfetzer“ ?

„Zugegebenermaßen ist es mein erstes „Schoppenfetzer“-Buch um den (Ex)-Kriminaldetektiv Erich Rottmann und dann handelt es sich gleich auch noch um seinen 15. Fall! Doch dieser verspätete Quereinstieg in die durchaus spannende Geschichte hat dem Verständnis um die Handlung keinen Abbruch getan. Trotz dem Auftauchen von Personen aus bereits früheren Werken des Autors werden die Beziehungen der handelnden Figuren untereinander auch für Schoppenfetzer-Neulinge gut dargestellt. Somit konnte ich mich mit der charakterstarken Hauptperson sehr gut und schnell anfreunden.

Allgemein ist der Erzählstil Günter Huths (nicht zu verwechseln mit Günter Hüttig) für meine Auffassung größtenteils flüssig und bietet dem Leser einen steigenden Spannungsbogen, der am Ende gut, jedoch vielleicht auch etwas zu simpel aufgelöst wird. Doch das ist nicht so schlimm, denn einen zu komplizierten Anspruch soll das Werk auch gar nicht haben. Als leichte und lockere Lektüre bietet der 15. Fall des Schoppenfetzers dem Leser eine spannende Geschichte rund um die „Närrische Weinprobe“ in Würzburg mit einer Spur Romantik.

Wer nun Interesse haben sollte in der schrecklichen Durststrecke zwischen den Fastnachtskampagnen etwas über die närrische Zeit zu lesen, dem kann ich den 15. Fall des Schoppenfetzers auf jeden Fall ans Herz legen. Und wer lieber mit den Vorgängern beginnt… Nun, die werde ich mir auch noch holen.

Bis spätestens zur Fastnacht und natürlich Dibborsch Äla“!


Vorschau: Am 11.6.2018 stellt Eva Dick den Mainzer Fastnachtskrimi „RosenmonTod“ von Claudia Platz vor

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