Show- und Marchingband Happy Sound

„Happy Sound“ begeistert Dieburger Fastnachter

Einmal bei der Dieburger Fastnacht auf der Bühne stehen. Das wäre das Größte. Einmal? Nein, gleich zu sieben Sitzungen hatte der Karnevalverein Dieburg die Show- und Marchingband „Happy-Sound“ aus Michelstadt gebucht. Und wie sich herausstellte, war die Entscheidung goldrichtig. Die muntere Truppe um Michael Bechthold, den Leiter der Band, macht Musik weil es ihnen Spaß bereitet und die Gemeinschaft über alles geht. Fast 40 Musiker zählt die Band und dies über drei Generationen hinweg, von 12 bis 66 Jahren.

„Dieburg sei eine echte Herausforderung gewesen“, so der Chef der Truppe in seiner Begeisterung über den Auftritt in der Römerhalle. An allen Sitzungstagen kam die Band zum Auftritt nach Dieburg und fuhr danach direkt wieder nach Hause oder zu einem weiteren Auftritt in der Umgebung. Lautstark marschierten die Musiker jeweils nach der Pause durch die engen Stuhlreihen von zwei Seiten auf die Bühne. Das Publikum ging sofort mit und klatschte stehend zu den Hits wie „Sister Act“ oder „YMCA“, mit großer Begeisterung. Ohne Zugaben kam die Band nicht von der Bühne. Die Halle bebte. Auch Sitzungspräsident Bernd Wolfenstädter hielt es nicht mehr auf seinem Stuhl. Er stellte die Band vor und erklärte, wie die Band eigentlich zu ihrem Gastspiel in Dieburg kam.

Im vorigen Jahr, als eine Unwetterwarnung dazu führte, dass der Umzug ausgefallen ist, rief die Band KVD-Präsident Friedel Enders an und fragte, ob sie trotzdem nach Dieburg kommen sollte. Er bat die Musiker direkt ins Landratsamt zu kommen, wo gerade das Prinzenpaar mit Gefolge und Elferrat zum Empfang geladen waren.

Von hier aus sollte es ursprünglich zum Umzug gehen. Schon bald trafen die Musiker aus Michelstadt im Landratsamt ein und sorgten für fastnachtlich ausgelassene Stimmung, die dazu führte, dass sich die Band entschloss, trotz Regens die gekrönten Häupter auf dem Weg durch etliche Lokale in der Innenstadt zu begleiten und für deren musikalische Unterhaltung zu sorgen, was sich als absoluter Knaller herausgestellte. Im Regen ging es über den Markt, wo sich mehrere hundert Fastnachter eingefunden hatten und der Band zujubelten. Weiter ging es mit dem fast 40-köpfigen Tross im Musiker-Bus zur Feuerwehr, in den „Petermann“ und zum Abschluss in die „Stoawäijer-Stubb“, die zu bersten drohte.

Nach einem Besuch in der Römerhalle, wo viele Fastnachtsgruppen die ausgefallene Fastnacht „feierten“, begab sich die Band auf den Heimweg in der Gewissheit, einen tollen Eindruck hinterlassen zu haben. Hierbei reifte die Entscheidung, die Band für das Bühnenprogramm einzuplanen, was sich als richtige Entscheidung herausstellte, was die zahlreichen Zugaben in den Sitzungen bestätigt haben. Zu diesem Zeitpunkt stand auch bereits fest, dass die Michelstädter am Fastnachts-Dienstag beim großen Umzug nicht fehlen werden.

(Textvorlage: Wolfgang Dörr, KVD-Pressesprecher; Foto: Gerald Grohe)

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