KVD-Klausurtagung zur „etwas anderen Fastnacht“ – Sorgenkind „Äla-Nacht“

Vor einigen Tagen hielt der Karnevalverein Dieburg seine alljährliche Klausurtagung, diesmal in Erzbach im Odenwald, ab. Dabei stand insbesondere ein Rückblick auf die abgelaufene Saison, die aufgrund der wetterbedingten Absage des großen Umzugs letztlich unter keinem guten Stern stand, auf der Tagesordnung der Karnevalisten.

Was die Bekanntgabe echter Neuigkeiten angeht, müssen sich die Fastnachter im Moment allerdings noch mindestens bis Mitte Mai gedulden, denn der Terminkalender für die Kampagne 2016/2017 lässt auch nach der Klausur ebenso auf sich warten wie das neue Jahresmotto.

Fastnachtssitzungen haben begeistert

Hocherfreut zeigte sich Sitzungspräsident Bernd Wolfenstädter über die insgesamt acht Sitzungen. Sei auch die erste Veranstaltung aufgrund der Ferien nicht ausverkauft gewesen, so war dies jedoch bei allen weiteren der Fall. Die Sitzungen seien hervorragend abgelaufen und vom Publikum begeistert aufgenommen worden. Bereits hier wurde aber beschlossen, dass zukünftig nur noch sieben Sitzungen angeboten werden.

„Äla-Nacht“ braucht neue Akzente

Zum Sorgenkind hat sich in der vergangenen Saison die „Äla-Nacht“ entwickelt. Die Besucherzahl blieb erneut hinter den Erwartungen zurück. Die Gründe hierfür sind aus Sicht des Vorstandes nicht erklärbar. Diesem Trend soll entgegengesteuert werden. Hierzu wurde ein Arbeitskreis gebildet, der sich dem Thema annimmt. So habe die Topveranstaltung der Saison keine Zukunftschance. Hier müssen neue Akzente gesetzt werden, so KVD-Pressesprecher Wolfgang Dörr.

Laternenträger „Kerb-Dixie-Stompers“

Ein Volltreffer sei die Verleihung der „Holzig Latern“ an die Groß-Zimmerner „Kerb-Dixie-Stompers“ gewesen, was sich auch an den überschwänglichen Reaktionen des Publikums im Laufe der Vergabezeremonie beim Närrischen Empfanges gezeigt habe.

Der Rest des Rosenmontags war dann bereits von den Wetterauswirkungen geprägt. Der Dalles-Rummel am Nachmittag musste jedoch nicht ausfallen, das Restprogramm des Tages konnte ebenfalls durchgeführt werden.

Entscheidung über Umzug sorgt für aufregenden Tag

Der Fastnachtsdienstag begann dann für die Verantwortlichen des Vereins sehr unruhig und aufregend. Musste doch gegen 9.00 Uhr die Entscheidung zum Umzug getroffen werden, ob er läuft oder nicht. Die Entscheidung, ihn ausfallen zu lassen, fiel den Verantwortlichen nicht leicht, dennoch war sie letztendlich absolut richtig, wie sich am Nachmittag zeigen sollte. Doch alle machten das Beste daraus, hatte doch der Landrat zum Empfang in das neue Landratsamt geladen. Erfreulicherweise hatte sich eine Guggemusik aus Michelstadt trotz Zugabsage auf den Weg nach Dieburg gemacht, die kurzerhand zum Empfang des Landrates umgeleitet wurde.

Nach einem äußerst stimmungsvollen Empfang mit ständig neuen Pressemeldungen und Interviews zog die versammelte Mannschaft auf den Marktplatz, wo sich viele Fastnachter trotz leichten Regens eingefunden hatten und fröhlich feierten. Doch auch hier setzt bald schon Starkregen ein. Unterschlupf fand das Prinzenpaar mit Gefolge im Zelt von DJ Robby. Hier wurde auch der mittlerweile bereitgestellte Bus bestiegen, der die Truppe zur Feuerwehr, in die Römerhalle, zum Petermann und in die Stoawäijer Stubb brachte, wo sie überall mit toller Stimmung empfangen wurden.

Beim „Äla-Finale“ im M22 warteten schließlich bereits die „Gersprenztaler“ und Alleinunterhalter Jörg Ratz, um die vielen Fastnachter in Stimmung zu bringen. Sehr schnell war es 24.00 Uhr und die wetterbedingt „etwas andere Fastnacht“ vorbei. Was das „Äla-Finale“ angeht wurde seitens des Vorstandes festgelegt, dass künftig eine andere Musikformation verpflichtet werden soll, die Abschlussveranstaltung insgesamt aber beibehalten wird.

Über weitere Klausurthemen sowie den Veranstaltungskalender 2016/2017 wird nach der nächsten KVD-Vorstandssitzung, die am 9. Mai stattfindet und in der auch das neue Jahresmotto beschlossen wird, berichtet.

(Textvorlage: Wolfgang Dörr, KVD-Pressesprecher)

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