Friedel Enders hat "Mörderische Fastnacht" gelesen

„Mörderische Fastnacht: Tatort Kitzingen“ – Buchvorstellungen (7)

Ab Mai 2017 rezensieren Leser jeweils zum 11. eines Monats einen fastnachtlichen Krimi auf dieser Website. Heute ist Friedel Enders an der Reihe, Ex-KVD-Präsident und aktueller Medienbeauftragter des Vereins (Foto). Er hat „Mörderische Fastnacht“ gelesen.

Mörderische Fastnacht: Tatort Kitzingen
Autor: Alexander Pelkim
Buchverlag Peter Hellmund
Erscheinungsjahr 2015
224 Seiten
ISBN 978-3939103624
Erhältlich in der Stadtbibliothek Dieburg: Krimi-Regal, ZK/64 504 Pelk

Inhalt

Der Höhepunkt einer Faschingssaison wird für fünf Musikerfreunde zum Albtraum: ein junges Mädchen, das ins Koma fällt, ein tödlicher Verkehrsunfall und ein Eifersuchtsdrama. Eines der Geschehnisse führt zur Verurteilung der fünf Jungen. Einer von ihnen erhält fünfeinhalb Jahre Gefängnisstrafe. Sechs Jahre später, als er aus der Haft kommt, lassen Morde die Ereignisse von damals wieder lebendig werden. Doch was haben ein Einbruch ins Fastnachtmuseum in Kitzingen, wertvolle Faschingskostüme mit Masken und mehrere Mordanschläge miteinander zu tun, und wo ist die Verbindung zu den Vorfällen aus der Vergangenheit? Das herauszufinden ist die Aufgabe von Hauptkommissar Theodor Habich und seinem Team.

Über den Autor

Der Name Alexander Pelkim ist ein Pseudonym. „Mit dem Namen beziehungsweise Teilen davon sind persönliche Erinnerungen verbunden, die für mich von Bedeutung sind. So wichtig und wertvoll, dass ich sie auf diese Weise würdigen möchte“, sagt der in Iphofen lebende Autor, der 1959 in Mittelhessen geboren ist und sein privates und berufliches Glück in Unterfranken gefunden hat.

(Quelle: Buchverlag Peter Hellmund)

Buch gelesen und bewertet von Friedel Enders

„Die Dieburger Fastnachter kennen mich als KVD-Vorsitzender, der in diesem Jahr sein Amt abgegeben hat und aus den Fastnachtssitzungen als närrischer Protokoller. Ich bin ein echter Dieburger, der, wie viele Generationen von Kindern, durch die Kinderschule von Schwester Atalia gegangen ist. Die Fastnacht wurde mir von meiner Mutter und meinem Urgroßvater in die Wiege gelegt. Zwar war ich nie in einer Fastnachtsgruppe tätig, aber in meinem damaligen heimatlichen Wohnzimmer im Minnefeld (Nachbar vom „Berschte-Wick“ und Messdiener im Kapuzinerkloster) wurde zu den Fastnachtstagen und in der Zeit davor das Dieburger Fastnachtsgen mit Nachbarn und Freunden meiner Eltern ausgiebig er- und gelebt. Dem KVD bin ich im Jahre 1980 bei einem Auftritt des Fanfarenzuges in den Fastnachtssitzungen beigetreten. Den ersten Auftritt als Büttenredner hatte ich in den Fastnachtssitzungen 1993, bevor ich 1998 die Aufgabe des Protokollers übernehmen durfte.

Das Bücherlesen ist eigentlich nicht mein Ding. Als dann Berti mit seinem Anliegen auf mich zu kam, habe ich mir gedacht: probierste´s halt mal. Nach der Lektüre steht für mich fest, dass ich mich wohl nicht mehr zur „Leseratte“ entwickeln werde“.

Wie findet Friedel das Buch?

„Der Buchtitel „Mörderische Fastnacht“ hatte bei mir einen Krimi vermuten lassen, der sich rund um die Fastnacht dreht. Zumal in der Inhaltsangabe das Deutsche Fastnachtsmuseum in Kitzingen erwähnt wird und auch die Handlung in Kitzingen, Würzburg und Umgebung, also in Franken, spielt. Wer aber denkt, dass die kriminalistische Geschichte mit der Fastnacht einhergeht, wird enttäuscht sein. Die Fastnacht ist in diesem Buch nur eine Randerscheinung. Das Ganze könnte auch nach einem beliebigem Heimatfest in irgendeiner anderen Stadt mit einem Kostümverleih spielen.

Auch die Spannung, die bei einer Kriminalgeschichte aufkommen sollte, kommt etwas zu kurz. Die Geschichte plätschert so dahin, bis es nach und nach immer mehr Tatverdächtige gibt. Wie es in jedem Fernsehkrimi halt so üblich ist. Erst gegen Ende, als die Täterschaft nach und nach zur Aufklärung kommt, kommt etwas Spannung auf, die dann relativ schnell zu einem überraschenden Ende führt. Kurzum: eine leichte „Liegestuhl-Lektüre“, um sich im Urlaub die Zeit zu vertreiben“.


Vorschau: Am 11.12.2017 stellt Kirstin Grimm „Weck, Worscht, Mord“ vor – 15 Kurzkrimis aus Rheinhessen mit Rezepten, mörderisch gut aufgetischt

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