Monika Dahmen hat "Mord im Elferrat" gelesen

„Mord im Elferrat“: Liebe, Gift und Narrenkappe – Buchvorstellungen (5)

Ab Mai 2017 rezensieren Leser jeweils zum 11. eines Monats einen fastnachtlichen Krimi auf dieser Website. Heute Monika Dahmen (Foto) und „Mord im Elferrat“.

Mord im Elferrat
Autorin Dorit Schatz
Hess Verlag
Erscheinungsjahr 2016
140  Seiten
ISBN 978-3873365889
Erhältlich in der Stadtbibliothek Dieburg: Krimi-Regal, ZK/64 342 Scha

Inhalt

Gehört es zum Programm oder ist es echt? Diese Frage stellen sich ein Millionenpublikum vor den Fernsehern und die Gäste im Saal, als sie sehen wie der Sitzungspräsident in der Prunksitzung mitten im Elferrat umkippt. Vor laufenden Kameras einer Livesendung. Veitshöchheim, die Hochburg der fränkischen Fastnacht, steht Kopf. Noch während die Sendung läuft, stirbt der Mann auf dem Weg ins Krankenhaus. Klarer Fall: Kein natürlicher Tod sondern ein Mordanschlag. Galt er wirklich dem Fastnachter mit der roten Narrenkappe, oder einem der berühmten Künstler aus der fränkischen Fastnacht? Ein Geheimnis, dem eine Medizinstudentin und ein Personenschützer auf die Spur kommen. Sie führt weg aus Franken nach Frankfurt und in die Schweiz. Fakten treffen auf Fiktion. Alles kommt anders als erwartet. Nur die Liebe bleibt berechenbar…

Über die Autorin

Dorit Schatz hatte mit Fasching nichts am Hut. Jedenfalls nicht, als sie aus Niedersachsen nach Franken zog. Doch das sollte sich ändern: Nach journalistischer Ausbildung, langjähriger Arbeit als Redakteurin bei den „Nürnberger Nachrichten“ und einem kurzen Intermezzo bei einer Illustrierten, wechselte sie zum Bayerischen Rundfunk um Studio Franken. Als Reporterin erlebte die Autorin die erste Sendung der „Fastnacht in Franken“ mit und wurde vom „Fastnachtsvirus“ infiziert. Sie drehte Filme zur Sendung hinter den Kulissen und Serien über Fastnachtsbräuche, weit über die Grenzen Frankens hinaus. 2004 übernahme sie die Redaktion vor Ort in Veitshöchheim. Zum 25-jährigen Jubiläum der Sendung gab sie Buch und Film heraus: „Promis, Prunk und freche Witze. Wahre Geschichten rund um die fränkische Fastnacht“. Im Ruhestand zog sie an den Bodensee und feiert mit in der alemannischen Fasnet.

(Quelle: Hess Verlag)

Buch gelesen und bewertet von Monika Dahmen

„Zu mir: Mein Name ist Monika Dahmen (Foto oben), Lehrerin im Unruhestand seit ein paar Jahren und regelmäßig in der alten Heimat Dieburg anzutreffen. Auch wenn ich seit langem nicht mehr da wohne, hängt doch mein Herz irgendwie noch immer an der Stadt und an der Fastnacht. Zum Glück gibt es hier in Büttelborn auch reichlich Fastnacht – wenn auch etwas anders und nicht ganz so „glanzvoll“ wie in Dibborsch. Aber man gewöhnt sich dran und es passt hierher.

Ich mache an der Buchaktion mit, weil Lesen generell eine schöne Sache ist, und weil es bis zur nächsten Fastnacht noch ziemlich lange dauert. Diese nette Aktion kann ein Stückchen Fastnachtsgefühl (was immer das auch sein mag) in den üblichen Jahreslauf hinüberretten. Und wenn die Bücher noch für die Stadtbücherei gespendet werden, können alle Dieburger danach auch davon profitieren. Also eine runde Sache, die dem Bernd da eingefallen ist! Vielleicht geht sie ja wirklich im nächsten Jahr weiter“.

Wie findet Monika „Mord im Elferrat“?

Anhand einer Titelliste habe ich mir das Buch „Mord im Elferrat“ von Dorit Schatz ausgesucht. Mich erinnerte der Titel an den „Prinzenmord“, der demnächst hoffentlich von Michael Kibler geschrieben werden wird*. 😉 Bis dahin müssen wir eben andere Bücher lesen…

Die Handlung beginnt mit einer Fernseh-Live-Übertragung einer großen Fastnachtssitzung. Dort passiert der im Titel bereits angekündigte Mord. Nach 140 Seiten ist die Geschichte zu Ende.

Das Positive vorweg: Die Titelseite samt Titelbild ist sehr geschmackvoll gestaltet mit den üblichen Fastnachtsfarben (wobei Dieburg da ja etwas aus der Reihe tanzt, aber egal). Sehr gut und realistisch ist geschildert, wie es bei einer Live-Übertragung hinter den Kulissen zugeht. Man fühlt sich mittendrin und ist erstaunt, wie viele Menschen da beteiligt sind. Das ist alles sehr genau beschrieben; man merkt, dass sich die Autorin da gut auskennt.

Des Weiteren gefiel mir die Beschreibung der Gegend sehr gut, in der der Krimi spielt:  Veitshöchheim bei Würzburg. Es ist zu spüren, dass es der Autorin dort auch gut gefällt und dass sie sich da auskennt.

So, jetzt kommt der Rest. Die Geschichte ist am Anfang noch so wie man sich einen Krimi vorstellt, aber dann wird es sehr verwirrend und realitätsfern. Ich habe nach dem ersten Lesen nicht mehr durchgeblickt und es gleich noch einmal gelesen – aber es blieb unlogisch und teilweise zusammenhanglos. Deshalb habe ich eine „Zweitmeinung“ eingeholt und meinen Mann gebeten, das Buch mal zu lesen. Aber es ging ihm ebenso wie mir.

Neben der unlogischen Story enthält das Buch jede Menge Rechtschreibfehler, Grammatik- und Satzzeichenfehler. Auch inhaltlich stimmt es nicht, wenn derselbe Kommissar einmal Herr Schmidt und dann plötzlich Herr Schneider heißt, später wieder Schmidt. Wahrscheinlich hatte der Lektor Urlaub (mit meiner Schwiegertochter als Lektorin wäre so etwas nicht passiert, da bin ich sicher).

Zusammenfassend kann ich sagen, dass sie bei einem weiteren Buch noch viel Luft nach oben hat. Das kann dann nur besser werden.

*Aprilscherz auf dieser Website aus 2016 🙂


Vorschau: Am 11.10.2017 stellt Markus Fähnrich „Entlarvt“ von Rebecca Michéle vor

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