Manuel Enders und Tom Bonifer

„Probiert, unseren eigenen Style zu finden“

Interview mit Manuel Enders und Tom Bonifer, die als Vortragsduo auf den KVD-Sitzungen debütieren. Gastbeitrag (im Original erschienen am 29. Januar im „Dieburger Anzeiger“) zur Verfügung gestellt von Jens Dörr“.

Eigentlich sind beide Gardisten: Sowohl Manuel Enders (Vorstandsmitglied) als auch Tom Bonifer (schwingt das Bein in der Tanzgarde) sind in der Dieburger Prinzengarde aktiv. Die beiden 19-Jährigen gehören in diesem Jahr neben dem Duo Felix Herz und Julian Spieß (Foto hier) zur Riege der jungen Vortragsdebütanten auf den Fastnachtssitzungen des KVD.

Dabei gibt indes nur Bonifer das Gardemariechen nach durchzechter Nacht (Foto rechts); Enders verkörpert eine Tänzerin des Hofballetts (links). Dass die sich zumindest im Zwiegespräch nicht grün sein dürfen, versteht sich von selbst. Im Interview mit unserer Zeitung verraten die beiden Talente, wie ihre erste Kampagne als Redner für sie läuft.

Dieburger Anzeiger (DA): Tom, Manuel – was macht ihr eigentlich, wenn ihr nicht verkleidet auf der Bühne albert?

Tom Bonifer: „Bevor ich in die Prinzengarde eingetreten bin, war ich bei den Schlappmailern. Beruflich mache ich eine schulische Ausbildung zum Werbetexter und Sprecher“.

Manuel Enders: „Ich mache eine Ausbildung zum Elektriker in Darmstadt. Wir sind beide in Dieburg geboren“.

DA: Dann wurde Euch die Narretei wahrscheinlich schon in die Wiege gelegt. Wie kam es aber dazu, dass Ihr nun gemeinsam einen Vortrag haltet?

Enders: „Tom und ich sind eh gut befreundet. Im Dezember 2016 wurden wir gefragt, ob wir nicht einen Vortrag für die Kampagne 2018 machen möchten. Sitzungspräsident Bernd Wolfenstädter kam auf uns beide zu und meinte, dass er einen Vortrag hätte, in dem er sich uns beide gut vorstellen könne. Und jetzt stehen wir in Minikleid und Faltenrock auf der Bühne“. 🙂

DA: Welche Bühnenerfahrung hattet ihr vorher?

Enders: „Ich habe in der Dieburger Kindersitzung mal einen Vortrag als Bauarbeiter gehalten“.

Bonifer: „Ich habe vor der Fastnacht in Aschaffenburg bei einer „Offenen Bühne“ meine selbstgeschriebene Stand-Up-Comedy vorgetragen“.

DA: Wer hat die Idee für Euer Hofballett-Prinzengarde-Thema? Wer hat die Gags getextet?

Enders: „Der Vortrag stammt aus der Feder von Sigurd Keller. Er hatte die Idee und hat auch die Gags geschrieben“.

Bonifer: „Wir wurden von Bernd Wolfenstädter und Sigurd Keller sehr gut unterstützt. Sie haben uns immer mit Rat, Tat und lustigen Ideen zur Seite gestanden. Wir haben aber auch probiert, unseren eigenen Style zu finden und daran zu arbeiten“.

DA: Von wem in der Dieburger Fastnacht könnt ihr Euch etwas abschauen?

Bonifer: „Wir wurden von allen Bühnenaktiven sehr gut aufgenommen. Alle gaben uns wertvolle Tipps, die wir auf und hinter der Bühne gut umsetzen konnten. Abschauen und lernen konnten wir von jedem, da alle schon sehr viel Bühnenerfahrung haben“.

DA: Welche Rückmeldungen habt Ihr bislang zu Euren Auftritten erhalten?

Enders: „Durchaus positive. Aber es gibt immer etwas zu verbessern, es ist ja außerdem unser erstes Jahr. Da ist natürlich von unserer Seite auch noch Luft nach oben. Für uns war alles Neuland, weshalb wir versucht haben, uns gemeinsam an die Sache heranzuarbeiten“.

Bonifer: „Der Spagat war aber schon eine Nummer“. 🙂

DA: Und wie groß war euer Lampenfieber?

Bonifer: „Wir waren beide vor den Klausurtagen nervöser als vor der ersten Sitzung. Was nicht heißen soll, dass wir da nicht auch nervös waren …“

DA: Was nehmt Ihr aus Euren bisherigen Auftritten mit?

Enders: „Es hat super viel Spaß gemacht und war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung. Wir schließen die Fastnacht erstmal am Aschermittwoch ab und lassen alles Revue passieren. Wir denken aber nicht, dass es unser letztes Mal war – denn nach der Fastnacht ist vor der Fastnacht …“

(Interview/Text, Foto: Jens Dörr)

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