Die Betreiber der Schumanns Scheiern

„Schumanns Scheiern“ geht an nächste Generation – Es bleibt „eng und kuschelig“

Eine Art Stabübergabe hat in diesen Tagen die „Schumanns Scheiern“, eine der traditionsreichsten Anlaufstellen der Dieburger Straßenfastnacht, vollzogen. Der bisherige Betreiber Thomas Acker übergibt die Bewirtschaftung der Scheune an Sohn Steffen, der bereits mehrere Jahre in die Organisation mit eingebunden war.

Vater Thomas hat die in der Weißturmstraße gelegene Scheune seit 1989 betrieben und zuvor umgebaut, um sie als Stätte für die Fastnachter dauerhaft nutzbar zu machen und dabei stets die Pflege des närrischen Brauchtums vor Augen. Ein voller Erfolg, wie man weiß.

Der Name „Schumanns Scheiern“ geht auf seinen Schwiegervater Philipp Schumann bzw. dessen Familie zurück, die dort im angrenzenden Haus seit 1880 den „Darmstädter Hof“ besaß. 1964 übernahm Philipp Schumann den Wirtschaftsbetrieb. Er führte das als „Schumann“ bekannte Wirtshaus bis 1986, dann wurde es aufgegeben.

Trio führt Scheune weiter

Alleine weiterführen wird Acker jun. die Scheune allerdings nicht. Vielmehr sind mit Phillipp Jansen und Tobias Thomas zwei Gleichgesinnte an Bord gekommen, mit denen die Fastnachtertreff künftig gemeinsam betrieben werden soll. Durch den Freundeskreis kennt sich das Trio schon lange. Alle drei frönen in Zuggruppen der Narretei und besonders als Kameraden bei der Dieburger Feuerwehr sind sie verbunden und im Städtchen bekannt.

Dabei sind die beiden Neu-Einsteiger Jansen und Thomas streng genommen gar keine, haben sie doch die letzten Jahre bereits an den Fastnachtstagen hinter der Scheunentheke fleißig mit angepackt. So ist man entsprechend versiert, was Organisation und Betrieb der Kneipe angeht.

Es bleibt „eng und kuschelig“

Große Veränderungen in der Bewirtschaftung sind mit dem Wechsel nicht verbunden. „Wir behalten das bisherige Konzept bei, das hat sich bewährt und kommt an“, so Jansen, der gleichzeitig verspricht, dass es in der Scheune weiterhin „eng und kuschelig“ bleibt.

Veränderung hat die Scheune dafür schon zur Kampagne 2017 erfahren, als eine aufwändige Renovierung von oben bis unten fällig war, bei der insbesondere die neue Bedachung für Gesprächsstoff unter den Fastnachtern sorgte. Denn seither liegen die Dachziegel der ehemaligen „Ludwigshalle“, einst Hochburg der Dieburger Narrenschar, auf der „Schumanns Scheiern“.

Mit einer ähnlich interessanten Neuerung kann das Gemäuer in diesem Jahr zwar nicht aufwarten, doch Fastnachter wie Acker und Kompagnons sind findige Köpfe, die immer für Überraschungen gut sind. Tobias Thomas: „Wenn unsere Feuerwehr endlich mal neu gebaut und die alte abgerissen wird, holen wir uns eines der großen Tore und bauen es in die Scheune ein“. 🙂

„Schmankerl für die Damenschar“

Ach, wo wir gerade beim Thema „kuschelig“ waren: „An Altweiberfastnacht haben wir uns für die Damenschar ein besonderes Schmankerl einfallen lassen“, macht Steffen neugierig und lässt zudem wissen, dass die Scheune an diesem Tag bereits ab 19.00 Uhr offen hat“.

Für ein Gewinnspiel hier auf dieser Website haben die drei „Scheunenwirte“ übrigens die Spendierhosen angezogen und lassen für die Straßenfastnachter was springen: Es gibt „11 Artikel aus der Speisen- und Getränkekarte“ abzuräumen. Hier geht’s zum Gewinnspiel…

(Auf dem Foto v.l.n.r.: Tobias Thomas, Phillipp Jansen, Steffen Acker, Thomas Acker, Philipp Schumann)


Hier findest du „Schumanns Scheiern“:
Weißturmstr. 1, erkennbar am beleuchteten Clown und der Fastnachtsfahne am Treppenturm

Öffnungszeiten:
Altweiberfastnacht, 8.2., ab 19.00 Uhr
Fastnachtsamstag, 10.2., ab 20.00 Uhr
Rosenmontag, 12.2., ab 16.00 Uhr

Teile diesen Beitrag mit deinen Freunden: