Süßigkeiten

Weil sich niemand mehr nach einem „oafache Guzje bickt“…

Über 30000 Päckchen Haribo-Fruchtgummi, 8000 Päckchen Erdnussflips, 4000 Päckchen Prinzenrolle, 2500 Schleckmuscheln, 1500 Bahlsen Pick Up sowie unzählige Mini-Fußbälle, Taschentücher und einiges mehr wirft der KVD in diesem Jahr von seinen Umzugswagen.

Auch Bonbons fliegen wieder von den Karossen der Prinzenpaare, des Elferrats, vom Zugmarschall und der Maikönigin aus Aubergenville herab aufs närrische Volk. Allerdings haben sich bei dieser klassischen kleinen klassischen Leckerei im Laufe der Zeit Veränderungen ergeben, was die Menge angeht. Darauf weisen KVD-Sprecher Friedel Enders und der mit dem Großeinkauf betraute Süßwarenkenner des Vereins, Bernd Schneider, jetzt hin.

Wurden vor zehn Jahren noch über drei Tonnen „Guzjen“ unters närrische Volk geworfen, wurden diese im Laufe der letzten Jahre immer mehr durch andere Süßigkeiten ersetzt. „Im vergangenen Jahr“, so der Sprecher, „haben wir noch rund 1000 Kilogramm geworfen, aber leider landen die meisten davon gleich nach dem Umzug in den Kehrmaschinen und somit auf dem Müll“. Und warum? „Weil sich niemand mehr nach einem „oafache Guzje bickt“, ist Enders überzeugt. Auf diese Entwicklung hat man beim KVD nun erneut reagiert und deren Menge nochmals auf rund 300 Kilogramm reduziert.

Gleichzeitig können sich kleine wie auch große Narren auf hochwertigen Ersatz freuen. Denn dass neben Vielfältigkeit und Aufwändigkeit der Zuggruppen und Kostüme die Attraktivität der Umzüge besonders für die kleinen Zuschauer in der Art der Wurfware besteht, ist auch KVD-Präsident Günter Hüttig klar. „Daher“, so der Vereinschef, „werden wir vermehrt von den Guzjen abkommen und unseren jüngeren Jägern und Sammlern ein buntes Potpourri attraktiver Dinge zuwerfen – bei entsprechend lautem Äla-Ruf und bunter Verkleidung“ 😉

Damit die vielen Paletten mit süßer Wurfware den Weg vom Großhändler bis ins Vereinshaus finden, dafür sorgt auch 2018 wieder das Dieburger Unternehmen Josten Transporte.

Bei dieser Gelegenheit ruft der KVD die Zuschauer zum Kauf der Zugplakette (2,50 Euro) auf, durch deren Erlös unter anderem auch das Wurfmaterial finanziert wird.

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